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Geschichte der Basilika

Geschichte der Kirche

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Erzbischöfliche Konkathedrale St.-Stephans-Basilika

Die St.-Stephans-Basilika in Budapest ist eine der schönsten bedeutendsten kirchlichen und touristischen Sehenswürdigkeiten in Ungarn. Gründe dafür sind einerseits die Verehrung, die dem namensgebenden heiligen König, dem Staatsgründer gebührt, und andererseits die historische Vergangenheit sowie der Denkmalwert und die künstlerischen Highlights des Gebäudes. Für den Kirchenbau wurde eine Sammlung in den 1810er Jahren veranlasst. Die Bauarbeiten wurden aber erst am 14. August 1851 nach den Plänen des Architekten und Pester Wahlbürgers Hild József, der sich auch als Planer der Kathedralen in Esztergom und Eger hervortat, begonnen. Er leitete die Arbeiten bis zu seinem Tod vom 6. März 1867. Der Stadtrat von Pest trug in der Folge die Bauleitung Ybl Miklós, dem anerkannten Meister und Schöpfer von zahlreichen hauptstädtischen öffentlichen Gebäuden wie dem Opernhaus, auf, aber nach dessen Tod wurden der Innenausbau und die künstlerischen Dekorationsarbeiten bereits unter der Leitung von Kauser József 1905 fertiggestellt. Ein berühmtes Datum in der Geschichte der Basilika war das Datum 22. Januar 1868, als es zum Einsturz der bereits ausgemauerten Kuppel und des Kuppeluntersatzes aufgrund Ausführungs- und Materialfehler kam. Bei den Pfeilern, die der Abstützung der Kuppel dienten, wurde ein gespendetes Steinmaterial von besonders gemischter Qualität und Festigkeit eingesetzt sowie der Kuppeluntersatz wurde auf dem Innenrand der tragenden Gewölben aufgebaut, wodurch die Belastung der Pfeiler und der Verbindungslaschen sowie der Zwickel einseitig ausgeführt wurde und das fehlende Gleichgewicht dieser Konstruktion zum Einsturz führte. Die Bauarbeiten ruhten anschließend mehr als ein Jahr, dann hielten die Beseitigung des Bauschuttes und der Rückbau der falsch gebauten Teile ganz bis 1871 an. Ybl Miklós erstellte neue Pläne für die Fortsetzung der Bauarbeiten bzw. überarbeitete die alte Planung sowohl hinsichtlich der Konstruktion als auch hinsichtlich der Erscheinung. Das hellenistische Design und der klassizistische Stil von Hild József wurde ab 1875 durch den Neorenaissancestil von Ybl abgelöst. Auch nach dessen Tod von 1891 wurden die Bauarbeiten nach seinen Skizzen und Vorstellungen bis zur Einweihung von 1905 fortgesetzt.
(Quelle: „A Szent István Bazilika“, Budapest 1989)