Magyar Angol Olasz Lengyel

Glocken der Basilika

Glocken der Basilika

Übersicht über die Glocken der Basilika

Glocke Heilige Elisabeth aus dem Arpadenhaus (6)

Nördlicher Großturm

Glockenton

b’

Durchmesser

Gewicht

500 kg

Gussjahr

1993

Gießer

Perner

Gießort

Passau

Spender

Caritas in Passau

Einweihung durch

Kardinal und Primas Paskai László

Einweihung am

20. August 1993


Glocke Prinz Heiliger Emmerich (5)

Nördlicher Großturm

Glockenton

as’

Durchmesser

Gewicht

750 kg

Gussjahr

1993

Gießer

Perner

Gießort

Passau

Einweihung durch

Kardinal und Primas Paskai László

Einweihung am

20. August 1993



Glocke Selige Gisela (4)

Nördlicher Großturm

Glockenton

f’

Durchmesser

117,8 cm

Gewicht

1250 kg

Gussjahr

1993

Gießer

Perner

Gießort

Passau

Spender

Rotary Club München

Einweihung durch

Kardinal und Primas Paskai László

Einweihung am

20. August 1993



Glocke Heiliger Heinrich II. römisch-deutscher Kaiser (3)

Nördlicher Großturm

Glockenton

des’

Durchmesser

150 cm

Gewicht

2150 kg

Gussjahr

1993

Gießer

Perner

Gießort

Passau

Spender

Erzbischof von Bamberg Dr. Elmar Maria Kleidel

Einweihung durch

Kardinal und Primas Paskai László

Einweihung am

20. August 1993



Glocke Liebfrauen (2)

Nördlicher Großturm

Glockenton

Durchmesser

178,5 cm

Gewicht

3100 kg

Gussjahr

1863

Gießer

Walser Ferenc

Gießort

Pest

Einweihung durch

Kardinal und Fürstprimas Scitovszky János

Einweihung am

1863


Großglocke Heiliger Stephan (1)

Südlicher Großturm

Glockenton

Fis°

Durchmesser

240 cm

Gewicht

9250 kg

Gussjahr

1990

Gießer

Perner

Gießort

Passau

Einweihung durch

Kardinal und Primas Paskai László

Einweihung am

20. August 1990


Historischer Überblick über die Glocken der Basilika

Die Basilika hatte vier Glocken nach ihrer Einweihung, eine kleine Sterbeglocke, die 900 kg schwere Glocke Ave Maria, die 3.100 kg schwere Liebfrauenglocke sowie die erste Großglocke, die Glocke Heiliger Georg, die am 19. April 1892 vom Bischof von Rozsnyó Schopper György eingeweiht wurde. Die 7.735 kg schwere Glocke wurde in der Werkstatt von Walser Ferenc gegossen, ihr Durchmesser betrug 2,2 m.
„Um elf Uhr begann die alte Glocke [Maria-Glocke] im nordwestlichen Turm und die Priester traten in einer Prozession aus der Sakristei, die als Kirche diente, hervor“, berichteten die zeitgenössischen Zeitungen über die Glockenweihe.
Der geplante Ort für die Glocke wäre unter dem Baldachin des Großturms gewesen, aber das oberste Geschoss konnte die riesige Last nicht tragen, deshalb wurde die Glocke in einer kleineren Höhe von 36 m am 21. April untergebracht. Zwei Tage später um sieben Uhr wurden nach den Traditionen die alten Glocken der Basilika nacheinander geläutet, dann folgte die neue Großglocke, die dann bis zum ersten Weltkrieg in der Kirche in Lipótváros in Budapest diente.
Mit der Ausnahme der Maria-Glocke wurden alle Glocken im ersten Weltkrieg requiriert. Auch heute ist sie die einzige ursprüngliche Glocke in der Kirche.
Die Basilika bestellte dann 1930 einen Kompagnon für die Maria-Glocke aus Anlass des Jubiläumsjahres Heiliger Emmerich: am 27. April weihte Kardinal, Fürstprimas und Erzbischof von Esztergom Serédi Jusztinián die 7.745 kg schwere Heldenglocke Heiliger Emmerich, die zuerst am 11. Mai läutete.
Nachher fiel auch diese Glocke zum Opfer des Krieges: 1944 holten die deutschen Besatzungstruppen sie als Trophäe ab und brachten sie zur Sammelstelle in Hamburg, die auch Glockenfriedhof genannt wurde, um sie dann zu Kriegszwecken einzuschmelzen.
Ein interessanter Weg führte zur Herstellung der dritten Großglocke: der Pfarrer Szabó Géza unternahm eine Reise nach Passau, wo er eine Störung der Turmuhr der Basilika beheben lassen wollte.
Bei den Gebrüdern Perner war neben der Herstellung von Turmuhren auch das Glockengießen eine Familientradition. Da kam die Idee einer neuen Glocke auf.
Damals dachte niemand, welche einzigartige Zusammenarbeit zwischen der Gießerei und der deutschen katholischen Wochenzeitschrift Neue Bildpost zustande kommt, um eine Sammelaktion für die Großglocke zu starten.
Über die Sammelaktion und deren Erfolg hinaus sorgte es für eine weitere Überraschung, dass die Spender nicht nur vom Willen der Ersatzzahlung und der Wiedergutmachung geleitet waren, sondern auch von der Dankbarkeit für die Öffnung der Grenze nach Österreich für die DDR-Bürger.
Das Ergebnis dieser gegenseitigen Zusammenarbeit war ein gegenüber ihrem Vorgänger wesentlich größere 9.250 kg schwere Glocke, die einen Halbton höher läutete. Ihre Vorgänger läuteten einen Halbton niedriger gegenüber dem lange ersehnten F°-Ton.
Die größte Glocke des Landes ist ein Ergebnis und ein lebendiges Symbol der grenzübergreifenden Kooperation und Hilfeleistung, ein Zeuge der Wende in Ungarn und ein Verkünder von Gottes Ruhm, und wurde zunächst am Ende der ersten freien Prozession am 20. August geläutet.
1993 wurde die Kirche, die inzwischen auch den Titel Konkathedrale vom Papst Johannes Paul II. erhielt, um weitere Glocken bereichert: Sie wurden zu Ehren von dem Heiligen Heinrich, der Seligen Gisela, dem Heiligen Emmerich und der Heiligen Elisabeth geweiht. Sie wurden ebenfalls durch Sammelaktionen in Deutschland ermöglicht. Das Gewicht der Glocken beträgt 2.150, 1.250, 750 und 500 kg, ihre Spender waren das Erzbistum Bamberg und seine Gläubigen, der Rotary Club München und die Caritas-Stiftung Passau.